Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Abonnieren
 



  Letztes Feedback
   24.08.13 16:14
    {Emotic(grin)}



http://myblog.de/etwas-tun

Gratis bloggen bei
myblog.de





Der frömmelnde Bodo

Bodo Ramelow  hat das Bundestagswahlprogramm der Linken abgelehnt weil  es ihm zu intolerant gegenüber der Religion ist und dazu ein nettes  Interview in der taz gegeben. [Lesen]  Nun drängt sich die Frage auf, wo im  Parteiprogramm steckt die Intoleranz? Die besteht in der Forderung das die Militärseelsorge,  die Kirchensteuer, der 3 Weg und der Blasphemieparagraph abgeschafft  werden soll. Auch sollen religiöser bekenntnisunterricht aus der Schule  verschwinden und durch einen allgemein verbindlichen Ethikunterricht  ersetzt werden.



Bodo Ramelow hat schon mehrfach das Verhältnis von Staat und Kirche kritisiert, allerdings nur dahingehend das man von "Staat und Religionsgemeinschaften" sprechen sollte, immerhin ein kratzen an den Amtskirchen, am Kernproblem geht es aber vorbei.



Das Kernproblem besteht nach wie vor darin das Religion Privatsache ist und nicht aus öffentlicher Hand bezahlt werden sollte!



Die  Fragen sind schon 100 mal in den Raum geworfen wurden – warum soll ich  an Karfreitag nicht tanzen dürfen? Warum soll ich mich über Scientology Lustig machen dürfen aber nicht über Mohammed*? Warum muss ich als Gebäudereiniger mich der verkündigung verpflichten?



Selbst bei dem Linken Stammthema Arbeitnehmerrechte schrammt Bodo Ramelow mal wieder am Problem vorbei.



So sagt er im taz-Interview : "Es  gibt einen Genossen bei uns, der als Arbeitnehmervertreter in einem  kirchlichen Sozialbetrieb tätig ist und der sehr präzise Kritik an den  dort nur sehr eingeschränkt vorhandenen Mitbestimmungsrechten übt.  Darüber diskutieren wir häufig. Aber mit Religiosität und Spiritualität  hat das nichts zu tun." Doch, hat es! Die Kirche begründet ihre Sonderstellung im Arbeitsrecht u.a. Damit das sie einen "Verkündigungsauftrag" hat und Weltliche Problemchen (wie Mitbestimmung , Streikrecht, etc.) deswegen außen vor gelassen werden dürften. Wie , wenn nicht religiös oder Spirituell soll man denn Verkündigungsauftrag denn sonst nennen?


Religiöser verkündigungsauftrag sollte keine Staatliche Subventionierung erfahren, da es vor allem ein ausschließendesund die Gesellschaft spaltendes, unlogisches Konzept ist das nur Privilegien einer (oder einiger) Religionen festigt.

Unterm Strich kann man nur froh sein das die Linke ihr Wahlprogramm in punkto Religion so geschrieben hat wie es geschrieben steht. Damit unterscheidet sie sich nämlich als einzige große Partei von den anderen und könnte den Weg zu einen wirklich freien , säkularen Staat ebenen.


 


Achja, bevor nun die blauen Bände gewälzt wird, hier der betreffende Abschnitt:


"Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen, das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.

Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks: Die Forderung, die Illusionen über seinen  Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist."


 

24.8.13 14:30
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(24.8.13 16:14)


Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung